AI ready reicht nicht: Warum Versicherer jetzt «Agent ready» werden müssen

Shownotes

Wir stehen an der Schwelle vom klassischen B2C zum Business-to-Agent (B2A). Persönliche AI Assistenten vergleichen Versicherungen, schließen künftig auch Verträge und kündigen sie. Philipp Roosen, Managing Director bei Accenture, erklärt, wie sich der Versicherungsvertrieb auf Agent Relationship Management vorbereiten muss, wie Orchestrierung zum Wettbewerbsvorteil wird und wie Versicherer dem Risiko Invisible Insurance begegnen. Die insureNXT Special Edition des BSI ShortCasts zeigt, warum «Agent ready» wichtiger ist als «AI ready» und welche Chancen sich daraus ergeben.

Themen dieser Episode • Agent Relationship Management als Hygienefaktor: Versicherer müssen von B2C zu B2A denken, sonst werden sie für AI Agents unsichtbar. • Orchestrierung als Kernfrage: Welche Domäne steuert die Agent-to-Agent-Kommunikation: CRM, Partnersystem oder eine neue Schicht darüber? • ARM entlang der Wertschöpfungskette: Von Vertrieb über Schadenmanagement bis Adressänderung: Agenten müssen alle Geschäftsvorfälle abbilden können. • Invisible Insurance als Risiko: Wer nicht «Agent ready» ist, wird von AI Modellen ausgeschlossen und verliert agentenaffine Kunden. • Loyalität verschiebt sich: Kunden vertrauen künftig ihrem AI Agent mehr als der Versicherungsbrand. • Neue Vertriebschancen: Komplexe Produkte wie PKV oder Altersvorsorge werden über AI gestützte Wege digital abschließbar. • Vorbereitung heute: SEO und GEO nutzen, um in den Top-of-Mind-Speicher der AI Modelle zu kommen. • Drei Jahre bis zum Wendepunkt: Mehr AI Modelle als Menschen werden Versicherungen vergleichen.

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres BSI Software Shortcasts.

00:00:07: Es ist nicht nur irgendeine Folge, sondern es ist die InsureNXT Special Edition.

00:00:12: Ich freue mich sehr, dass wir heute über ein sehr spannendes Thema sprechen

00:00:15: dürfen in Anlehnung an die InsureNXT,

00:00:17: nämlich über das Partnersystem der Zukunft und der Fragestellung danach,

00:00:20: welche Rolle dabei im Zeitalter von KI-Assistenten das Thema Agent-Relationship-Management spielen wird.

00:00:27: Ich freue mich ganz besonders, in diesem Kontext Philipp Roosen,

00:00:31: Managing Director bei Accenture, zu Gast zu haben.

00:00:34: In Philipps Werdegang finden sich viele spannende Stationen mit mehr als 25

00:00:39: Jahren Versicherungsbezug und Versicherungspraxis:

00:00:43: AXA, Capgemini, CGI und Accenture sind einige dieser namhaften Unternehmen,

00:00:49: für die du, lieber Philipp, arbeiten durftest. Habe ich das ungefähr richtig zusammengebracht?

00:00:54: Das hast du korrekt dargestellt und vielen Dank, dass ich heute hier sein darf, Sebastian.

00:00:59: Ich freue mich sehr und insbesondere auf die erste Special Edition.

00:01:02: Ist ja eine besondere Ehre.

00:01:04: Das ist wirklich was Besonderes und ich kann nur

00:01:06: sagen, ich habe mich sehr gefreut, dass wir auf der Trends on the InsureNXT

00:01:09: dieses Thema einmal kurz und knackig beleuchten durften und,

00:01:12: dass wir die InsureNXT jetzt sozusagen auf die Ohren bringen,

00:01:16: nämlich hier verlängert in unsere Shortcast-Serie hinein.

00:01:20: Auch bei einer Special Edition bleiben wir unserem Motto treu:

00:01:23: Drei Fragen, ein Statement. Legen wir doch gleich los.

00:01:27: Philipp, wir nehmen bei BSI zunehmend das ganze Thema Agent Relationship Management in den Fokus.

00:01:33: In den USA und auch Deutschland sehen wir bereits, dass KIs wie ChatGPT,

00:01:38: Google Gemini für Nutzer Versicherungen vergleichen oder perspektivisch sogar

00:01:42: Verträge schließen oder auch kündigen können.

00:01:45: Wie stark wird dieser Trend den deutschen Versicherungsvertrieb verändern,

00:01:49: wenn plötzlich nicht mehr der Mensch, sondern sein KI-Assistent das Interface

00:01:53: ist oder der Ansprechpartner?

00:01:56: Das ist eine super spannende Frage, Sebastian.

00:01:59: Ich bin davon überzeugt, dass das den Versicherungsvertrieb in Zukunft sehr stark verändern wird.

00:02:06: Wenn wir mal genau hingucken, findet die Transformation ja jetzt schon statt.

00:02:11: Das, was man früher gemacht hat, wenn man sich über eine Versicherung informieren

00:02:15: wollte, war, man hat etwas gegoogelt.

00:02:17: Also gibt einen Begriff ein, eine Versicherungsart, über die man sich informieren

00:02:21: möchte und kriegt dann, weiß ich nicht, 10, 20 URLs ausgespuckt,

00:02:25: wo dann Informationen dazu stehen.

00:02:27: Das läuft heute schon anders. Ich gebe einen prompt ein mit einer sehr konkreten

00:02:32: Frage oder einem sehr konkreten Auftrag und dann kriege ich total individuell

00:02:36: auf mein Bedürfnis herausgefiltert eine Antwort, die mir da weiterhilft.

00:02:42: Das ist die Welt, in der wir im Grunde heute schon leben.

00:02:45: Das erinnert mich an der Stelle bei unserem InsureNXT Special auf der Trendzone,

00:02:49: als wir live auf der Bühne standen und kurz mit dem Fachpublikum in Aktion treten konnten.

00:02:54: Die Frage lautete, die ich gestellt habe:

00:02:57: "Wer erwischt sich dabei, dass er immer häufiger den KI-Assistenten fragt,

00:03:01: anstatt etwas bei Google einzutippen?" Und

00:03:04: es gingen sehr viele Hände hoch.

00:03:06: Also auch dort sieht man schon ein Shift im Nutzerverhalten.

00:03:08: Der Assistent wird immer häufiger gefragt als die klassische Google-Suchmaske.

00:03:13: Ja, und die nächste Stufe wird sein, dass ich dann eben über die KI auch Aufträge

00:03:20: erteilen kann, wie zum Beispiel den Abschluss einer Versicherungspolice.

00:03:26: Und wir glauben, dass wir da gar nicht mehr so weit von entfernt sind,

00:03:30: weil gerade startet ja das Zeitalter von Agentic AI und das wird eben ganz neue

00:03:37: Dinge ermöglichen. Und damit sind wir auch eigentlich genau beim Thema.

00:03:40: Die Geschäftsmodelle werden sich verändern von heute B2B und B2C hin zu Agent to Agent.

00:03:49: Das ist also das, worauf wir uns gedanklich einstellen müssen.

00:03:52: Und das bedeutet, wenn sich heute Unternehmen Gedanken darüber machen,

00:03:57: dass sie quasi KI ready werden, dann wird das für die Zukunft nicht mehr ausreichen,

00:04:02: denn sie müssen Agent ready werden.

00:04:04: Das heißt, es muss alles extrem datenbasiert ablaufen.

00:04:08: Und was auch wichtig ist, die Responses müssen in Echtzeit erfolgen.

00:04:13: Agenten warten nämlich nicht so gerne.

00:04:18: Unternehmen haben in dem Kontext heute eigentlich schon die Chance,

00:04:21: sich darauf vorzubereiten, also durch SEO, GEO und sonstige Maßnahmen schon

00:04:26: in den Top of Mind der bekannten KI-Modelle zu kommen.

00:04:30: Das ist, glaube ich, eine sehr wichtige Vorbereitung.

00:04:33: Ja, vielleicht nochmal so ein Hinweis, was wird denn da so das Neue sein oder

00:04:37: was wird denn so der nächste große Schritt sein?

00:04:40: Weil Agentic AI haben wir ja heute im Grunde schon.

00:04:43: Das, was wir heute und das bauen wir selber auch als Accenture,

00:04:46: wir bauen Agentenstrukturen innerhalb einer Organisation.

00:04:50: Das funktioniert auch schon recht gut. Der nächste Schritt wird aber sein,

00:04:54: und dann sind wir genau beim Thema Agentic Relationship Management,

00:04:58: dass Agenten zweier unterschiedlicher Organisationen, in unserem Fall hier,

00:05:03: von einem Kunden und einem Versicherungsunternehmen miteinander kommunizieren und interagieren.

00:05:09: Und das ist quasi dann die nächste Evolutionsstufe.

00:05:12: Oder vielleicht sogar der

00:05:13: Agenten einer dritten Partei, wenn wir beispielsweise in einem Versicherungskontext

00:05:17: noch eine Werkstatt dazunehmen oder einen anderen Serviceerbringer.

00:05:21: Ich mag deinen Begriff unheimlich gerne, anstatt KI-ready, Agent-ready zu sein.

00:05:26: Und das, was du gesagt hast, eigentlich geht es ja dann von B2C in Richtung

00:05:31: B2A, von Business to Consumer zu Business to Agent.

00:05:35: Sehr, sehr spannend. Ich finde auch immer diesen Begriff der Agent-Economy ganz spannend.

00:05:38: Ich glaube, da passiert eine Menge und wenn ich das, was du gesagt hast,

00:05:43: dann nochmal hervorhebe, dann geht es ja im Prinzip darum, dass die erfolgreichen

00:05:46: Versicherer nicht immer mehr nur die richtigen Produkte haben oder das beste

00:05:50: Produkt, sondern am Ende ein gutes Schnittstellen-Ökosystem, eine gute Datenbasis.

00:05:55: Um dann, wie du sagst, Agent-Ready zu sein und undockbar zu sein.

00:05:59: Das bringt mich direkt tatsächlich zu meiner zweiten Frage, lieber Philipp.

00:06:03: Wenn wir über das Partnersystem der Zukunft nachdenken, wie müssen sich Versicherer

00:06:07: technologisch und strategisch aufstellen, um in einer Welt von Agent-to-Agent-Kommunikation

00:06:13: nicht aussortiert zu werden bzw.

00:06:15: Relevant zu bleiben?

00:06:16: Ja, also für mich stellt sich als erstes die Domänenfrage.

00:06:22: Nämlich welche der Domänen im Versicherungsunternehmen wird die Agentenorchestrierung

00:06:28: übernehmen und das hat ja zwei Aspekte:

00:06:30: Zum einen die Orchestrierung von der Domäne in das Versicherungsunternehmen

00:06:34: hinein und zum anderen die Orchestrierung mit dem Kundenagenten.

00:06:38: Also wir haben ja im Grunde so eine Agentenschnittstelle, wenn du so willst.

00:06:42: Und da sind verschiedene Dinge denkbar. Also das könnten zum Beispiel die Partnersysteme

00:06:46: sein, das könnten aber auch die CRM-Systeme sein.

00:06:50: Vorstellbar wäre vielleicht auch eine Weiterentwicklung von Service-Center-Systemen,

00:06:56: die gibt es ja auch, die sind auch sehr kundeninteraktiv gestaltet oder möglicherweise

00:07:02: auch was komplett Neues,

00:07:03: dass man zum Beispiel über die heutigen Kundeninteraktionssysteme einfach einen

00:07:08: Agenten-Layer drüberlegt,

00:07:10: der das über alle Systeme orchestriert. Auch das ist denkbar.

00:07:13: Also diese Frage ist noch so ein bisschen offen und da werden wir halt beobachten

00:07:17: oder sehen, was sich da durchsetzen wird.

00:07:20: Wichtig wird aber sein, dass die Systeme dies dann werden, eben vor allem auch

00:07:25: die Backend-Systeme steuern können über ihre Agentenstrukturen.

00:07:29: Und wenn man da anknüpft, dann

00:07:31: betrifft das auch eigentlich nicht nur die Versicherungs-Backend-Systeme,

00:07:34: sondern auch die Systeme des Ökosystems. Denn wir dürfen nicht vergessen,

00:07:39: in dem Moment, wo sich der Kundenagent beim Versicherer meldet,

00:07:42: wissen wir noch gar nicht, was er will.

00:07:43: Es muss ja nicht unbedingt ein Vertriebsanliegen sein.

00:07:46: Kann ja auch sein, dass er einen Schaden melden möchte oder einfach nur seine Adresse ändern möchte.

00:07:50: Also in der Endausprägung dieser Agent-to-Agent-Relationship,

00:07:55: sage ich mal, bilden wir eigentlich alle GeVo‘s und Anliegen ab,

00:07:59: die es da rein theoretisch geben kann.

00:08:01: Wenn wir jetzt bei dem Thema sind, dann bedeutet das, dass wir Agentenstrukturen

00:08:06: und dieses Agent-Relationship-Management im Grunde auch entlang der Versicherungswertschöpfungskette

00:08:12: gestalten werden müssen.

00:08:14: Das wird nicht im ersten Schritt erfolgen, aber mit der Zeit wird das definitiv so sein.

00:08:20: Und wenn ich noch einen Punkt sagen darf im Kontext, wie lange wird das dauern

00:08:26: oder wie schnell wird es gehen?

00:08:29: Ich glaube, da wirken verschiedene Dinge drauf ein.

00:08:33: Das eine ist, was schnell gehen wird. Das ist der technologische Fortschritt.

00:08:38: Ich glaube, wenn wir in die USA gucken oder auch nach China,

00:08:42: sind die Grundlagen dafür schon vorhanden.

00:08:44: Also da reden wir von wirklich wenigen Jahren, bis wir das sehen.

00:08:47: Das andere, und das ist total überraschend, ist die Kundenakzeptanz.

00:08:51: Bei künstlicher Intelligenz ist die viel höher als bei anderen technologischen

00:08:55: Entwicklungen, die wir in den letzten Jahren hatten.

00:08:58: Was, glaube ich, das Ganze nochmal so ein bisschen in die Länge ziehen wird,

00:09:02: ist zum einen die Dateninfrastruktur auf Kundenseite, die heute häufig noch nicht gegeben ist.

00:09:07: Also alle Verträge und so weiter schlummern eher noch in Papierordnern bei den Kunden im Keller.

00:09:13: Und natürlich, und da ist auch absolut Verlass drauf, die Regulatorik in unserer

00:09:17: Gesetzgebung, dass es auch eher immer so ein Zeitverzöger war.

00:09:21: Also ich finde, du hast gerade sehr viele relevante, spannende Aspekte angeschnitten.

00:09:25: Auch die Fragestellung, die du dir schon mal aufgeworfen hast, wo findet es statt?

00:09:28: CRM, Partnersystem, es braucht eine Orchestration dieser Agents,

00:09:32: halte ich für eine sehr relevante Diskussion, die wir ja auch hier bei BSI sehr intensiv führen,

00:09:38: weshalb wir uns ja da auch sehr aktiv positionieren an der Orchestrierung dieser

00:09:42: Agent-to-Agent-Kommunikation und eben ja auch mit aktuellen Schnittstellen und

00:09:47: Standards wie Agent-to-Agent und MCP aufgestellt sind.

00:09:49: Und was du da mit dir beschrieben hast, ist wirklich nochmal das Thema Orchestration.

00:09:55: Technologisch gesehen steht im Vorderpunkt, wie kommen die Kommunikation zustande

00:09:59: und dann auch Interaktion.

00:10:00: Ich glaube, da sind einige spannende Themen unterwegs und freue mich,

00:10:04: dass ich daran auch mit der dritten Frage anknüpfen darf: Du kannst dir vorstellen,

00:10:08: als Executive Vice President AI bei BSI, einem Softwarehersteller,

00:10:13: habe ich schnell die technologische Brille auf.

00:10:16: Aber aus Sicht der Beratung, Frage Nummer drei, wo liegt das?

00:10:19: Deiner Meinung nach das größte Risiko für Versicherer, wenn sie ARM,

00:10:24: Agent Relationship Management, jetzt verschlafen?

00:10:26: Also wenn wir uns vorstellen, dass vermutlich gesamte Vertriebsstrukturen sich

00:10:33: nicht in einem Jahr, aber über einen längeren Zeitraum verändern werden.

00:10:37: Dann besteht einfach die Gefahr, also wir verwenden da diesen Begriff Invisible

00:10:41: Insurance, also Kunden nicht mehr auf Versicherungsunternehmen aufmerksam werden,

00:10:46: wenn die Agenten das Versicherungsunternehmen nicht finden können.

00:10:50: Und ehrlicherweise ist das auch kein neues Phänomen.

00:10:53: Vor 30 Jahren stellte sich im Grunde

00:10:55: auch nicht die Frage, braucht ein Versicherungsunternehmen eine Webseite?

00:10:59: Die Frage war so banal, dass man sie im Grunde gar nicht gestellt hat.

00:11:03: Und deswegen kann man das heute wieder so formulieren, müssen sich Versicherungsunternehmen

00:11:09: auf Agentenstrukturen für Kunden vorbereiten? Natürlich müssen sie das.

00:11:14: Wir haben schon erste Beispiele, wo wir zumindest mal über Chatmodelle auch

00:11:20: schon Versicherungen abschließen können, ohne dass der Kunde ein Formular ausfüllen muss.

00:11:24: Das ist schon die Vorform. Und wenn ein Versicherungsunternehmen über seine

00:11:28: Anwendungslandschaft das nicht anbieten kann,

00:11:32: dann wird es in Zukunft eben von KI-Modellen ausgeschlossen werden und steht

00:11:37: damit den KI- und agentenaffinen Kunden nicht mehr zur Verfügung.

00:11:42: So, das sind wir heute noch nicht, aber das wird die harte Realität sein. Das ist ganz klar.

00:11:47: Und eine Hypothese, von der wir darüber hinaus noch ausgehen,

00:11:51: betrifft das Thema Loyalität:

00:11:54: Wir glauben, dass

00:11:55: dass Kunden und Verbraucher eher ihrem KI-Modell und -Anbieter gegenüber loyal

00:12:02: sein werden im Verhältnis zu einer Versicherungsbrand.

00:12:06: Also wenn ein KI-Agent den Auftrag bekommt, eine Versicherung abzuschließen,

00:12:12: dann ist das dem Kunden in dem Moment egal, wo das Risiko eingedeckt wird und

00:12:16: welche Versicherungsbrand dahinter steckt.

00:12:17: Der KI-Agent führt dann eben seinen Auftrag aus und der Kunde möchte sich darauf

00:12:22: verlassen können, dass der KI-Agent das zu den bestmöglichsten Bedingungen macht.

00:12:27: Wo das dann nachher stattfindet und wo die Beiträge hingehen,

00:12:31: ist dem Kunden dann in dem Moment nicht mehr so wichtig.

00:12:34: Ja,

00:12:35: weil ja die Entscheidung quasi auch der Agent trifft am Ende des Tages.

00:12:38: Das ist wirklich spannend.

00:12:39: Einer der Gründe, warum wir bei BSI das ARM-Thema ja wirklich auch denken von

00:12:44: Marketing, Sales bis Service, auch das muss am Ende durchgängig sein,

00:12:48: damit, wie du sagst, man nicht der Invisible Insurer ist am Ende des Tages.

00:12:52: Sehr spannend.

00:12:54: Ja, aber…

00:12:54: Wenn ich da nochmal ganz kurz einhaken darf, weil du hast ja nach Risiken gefragt,

00:12:58: vielleicht gibt es ja auch Chancen, weil es gab bis dato Versicherungsprodukte,

00:13:03: die nicht digital vertrieben werden konnten, weil es von den Kunden nicht akzeptiert

00:13:08: wurde und das betraf Produkte, die das Risiko wagen, dass der Kunde etwas Falsches abschließt,

00:13:14: zum Beispiel in der Altersvorsorge oder in der PKV.

00:13:17: Und ich glaube schon, dass künstliche Intelligenz Vertrieb auch insofern beeinflussen wird,

00:13:25: dass diese Produkte in Zukunft auch über digitale Wege oder KI-Wege vertrieben werden können.

00:13:33: Also es ist nicht nur Risiko, sondern es stecken auch Chancen da drin.

00:13:37: Man muss sie eben nur ergreifen.

00:13:38: Superspannender Aspekt, dass du hier gerade

00:13:40: auch das Chancenthema nochmal hervorhebst.

00:13:42: Ich glaube, gerade da, wo eine Maschine relativ unemotional vielleicht auch

00:13:45: eine Entscheidung trifft, haben natürlich auch vielleicht Nischen-Player nochmal

00:13:49: eine Chance, wenn sie technologisch aufgestellt sind, gewählt zu werden,

00:13:53: unabhängig vom Brand. Auch nochmal ein interessanter Punkt.

00:13:56: Lieber Philipp, mit Blick auf die Uhr ist es auch in der Special Edition leider

00:13:59: schon wieder Zeit für ein abschließendes Statement.

00:14:02: Und zwar an der Stelle, um den richtigen Kurs für das Partnersystem der Zukunft

00:14:07: zu setzen, müssen Unternehmen jetzt...

00:14:09: Sich erstens darauf vorbereiten,

00:14:11: dass in drei Jahren mehr KI-Modelle Versicherungen vergleichen als Menschen.

00:14:16: Zweitens sich bewusst machen, dass Agent Relationship Management kein Nice-to-have

00:14:21: ist, sondern ein überlebenswichtiger Hygienefaktor.

00:14:25: Und drittens sich klar oder bewusst machen, dass Partnerkommunikation eben in

00:14:31: Zukunft noch viel mehr datenbasiert und kollaborativ stattfinden wird.

00:14:36: Und wenn ich jetzt sage KI-gestützt, dann gilt das für heute,

00:14:39: für die Zukunft gilt dann eher Agent-gestützt.

00:14:42: Mega. Tolles Abschlussstatement!

00:14:45: Lieber Philipp, ich freue mich riesig. Ich freue mich auch vor allen Dingen

00:14:48: sehr, dass wir als BSI auf Partner wie euch und auf dich bauen dürfen,

00:14:52: um gemeinsam an diesen Themen der Zukunft zu arbeiten. Agent Relationship Management

00:14:56: liegt uns sehr am Herzen.

00:14:58: Technologisch sind wir aufgestellt. Bring es rein in die Kundenwelt und danke,

00:15:01: dass wir es auch mit Partnern für euch tun dürfen.

00:15:04: Danke, dass ich hier sein durfte.

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